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    <title>nomeata’s mind shares - Deutsch</title>
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    <description>Joachim Breitners Denkblogade</description>
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    <title>Brief an den KVV</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/583-Brief-an-den-KVV.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Schlagzeile auf kvv.de: &lt;a href=&quot;http://www.kvv.de/aktuell/neuigkeiten-rund-um-den-kvv/meldungen/article/kvv-fuehrt-probeweise-ganztaegigen-kontrollierten-busverkehr-in-karlsruhe-ein.html&quot;&gt;KVV führt probeweise ganztägigen kontrollierten Busverkehr in Karlsruhe ein&lt;/a&gt;. Das gefällt mir nicht, daher hab ich folgenden „Brief“ dem KVV über deren Kontakt-Formular zukommen lassen. Vielleicht hilft es ja was.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Sehr geehrter KVV,&lt;br /&gt;vor meiner Zeit in Karlsruhe lebte ich im Bereich des VVS; seit 8 Jahren jetzt in Karlsruhe. Ich habe mich, gerade im Vergleich, stets darüber gefreut, in Karsruhe auch hinten in den Bus einsteigen zu dürfen. Aus mehreren Gründen macht es mir die Teilnahme am ÖPNV attraktiver: &lt;/p&gt; 
&lt;ul&gt; 
&lt;li&gt;Es geht schneller. Gerade wenn man sich um Anschlüsse sorgen machen muss schont es die Nerven doch sehr wenn sich nicht an jeder Haltestelle alle neuen Fahrgäste erst eine Schlange bilden und einzeln am Fahrer vorbeitrotten, nachdem sie ihre Karte hervorgeholt haben.&lt;/li&gt; 
&lt;li&gt;Ich muss meine Dauerkarte nicht dauernd griffbereit haben. Es genügt, sie bei Bedarf, also bei einer Kontrolle, herauszukramen.&lt;/li&gt; 
&lt;li&gt;Ich fühle mich wohler wenn mir als Fahrgast ein Grundvertrauen entgegen gebracht wird, nämlich dass erst einmal davon ausgegangen wird dass ich ein ehrlicher Fahrgast bin. Die stichprobenhaften Kontrollen sind mir dann natürlich willkommen. Wird dagegen bei jeder Busfahrt erstmal angenommen, dass ich ein Schwarzfahrer bin, bis ich dem kritisch-prüfenden Blick des Fahrers das Gegenteil bewiesen habe, kann davon nicht mehr die Rede sein.&lt;/li&gt; 
&lt;/ul&gt; 
&lt;p&gt;Ich hoffe daher sehr dass der „kontrollierte Fronteinstieg“ im KVV nur ein kurzer Test bleibt und ab April wieder eingestellt wird.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Vielen Dank,&lt;br /&gt;
Joachim Breitner &lt;/p&gt; 
&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 05 Jan 2013 20:55:04 +0100</pubDate>
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    <title>Mitschriebwiki endlich ohne Augenkrebs</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/555-Mitschriebwiki-endlich-ohne-Augenkrebs.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Digital World</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Vor langer langer Zeit, als ich noch im ersten Semester war, erstellte ich einen &lt;a href=&quot;http://mitschriebwiki.nomeata.de/Ana1.pdf&quot;&gt;Mitschrieb meiner damaligen Analysis-1-Vorlesung&lt;/a&gt; in LaTeX und stellte ihn auf einer Wiki-Seite names lkwiki online. Erst basierte es auf kwiki mit ein paar Modifikationen, zwei Jahre später implementierte ich das Wiki komplett neu (die Software hieß dann &lt;a href=&quot;http://latexki.nomeata.de/&quot;&gt;latexki&lt;/a&gt;) und nannte es nun &lt;a href=&quot;http://mitschriebwiki.nomeata.de/&quot;&gt;Mitschriebwiki&lt;/a&gt;. Seit dem wurden von vielen fleißigen Studenten viele weitere Vorlesungsmitschriebe online gestellt (30 um genau zu sein, plus ein paar Übungen und Stoffzusammenfassungen) und auch nach 8 Jahren läuft das Projekt mit ein paar Skripten pro Semester vor sich hin.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; Leider war die Seite nie wirklich hübsch und auch ziemlich unübersichtlich. (Auf der &lt;a href=&quot;http://latexki.nomeata.de/&quot;&gt;Latexki-Webseite&lt;/a&gt; sieht man das alte Layout, noch. Das &lt;a href=&quot;http://wayback.archive.org/web/*/http://mitschriebwiki.nomeata.de&quot;&gt;Internet-Archiv&lt;/a&gt; hat die Seite leider nicht aufgenommen.) Aber damit ist jetzt endlich Schluss: Dank den kunstvollen HTML- und vor allem CSS-Fertigkeiten meines Bruders (siehe auch &lt;a href=&quot;http://www.breitnerundbreitner.de/&quot;&gt;sein Portfolio&lt;/a&gt;) ist das Mitschriebwiki endlich auch optisch im 21. Jahrhundert angekommen, hoffentlich jedem schnell erschlossen, für mobile Geräte geeignet und damit gerüstet noch viele Semester lang den Studenten eine Hilfe zu sein und ich kann es mit gutem Gewissen weiterlaufen lassen. Außerdem bekommt man jetzt bei Bearbeiten der LaTeX-Dokumente im Browser Syntax-Highlighting und Zeilennummern angezeigt, dank dem &lt;a href=&quot;http://codemirror.net/&quot;&gt;codemirror&lt;/a&gt;-JavaScript-Editor.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Übrigens: Ganz unten auf der Seite findet ihr die Möglichkeit, sie über Facebook, Twitter und Google bekannter zu machen oder über flattr zu zeigen, dass ihr sie toll findet – dank &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html&quot;&gt;Heise’s 2-Klick-Knopf&lt;/a&gt; (in der &lt;a href=&quot;https://github.com/panzi/SocialSharePrivacy&quot;&gt;aufgebohrten Variante von panzi&lt;/a&gt;) sogar datenschutztechnisch einwandfrei.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 23 Jul 2012 10:05:10 +0200</pubDate>
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    <title>GPN12-Retrospektive</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/554-GPN12-Retrospektive.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Digital World</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Vor wenigen Stunden ging die diesjährige &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12&quot;&gt;Gulaschprogrammiernacht&lt;/a&gt; des Karlsruher Chaos Computer Clubs, dem &lt;a href=&quot;https://entropia.de/&quot;&gt;Entropia e.V.&lt;/a&gt;, vorbei, und es war, wie schon in den vergangenen Jahren, eine gelungene Veranstaltung.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Am Donnerstag, dem ersten Tag der GPN, habe ich vor allem letzte Vorbereitungen für meinen &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Agda_-_Mit_starken_Typen_abh%C3%A4ngen&quot;&gt;Vortrag zur Programmiersprache Agda&lt;/a&gt; getroffen, den ich abends um 10 Uhr gehalten habe. Ich wurde kurzfristig vom großen in den kleinen Raum verlegt, den ich mit etwa 50 Leuten aber recht gut gefüllt habe. (Wie voll war denn der &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Raumschiffe_in_Science_und_Fiction&quot;&gt;Konkurrenzvortrag&lt;/a&gt; nun letztendlich?) Ich war mir vorher unsicher ob ich das Publikum wirklich erreiche, weil ich relativ viel vorausgesetzt hatte; mindestens grundlegende Kenntnisse in funktionaler Programmierung, aber sowohl dem akustischen Gesamtfeedback am Ende als auch einzelnen Kommentaren nach hat das ganz gut geklappt. Manche wurden zwar gegen Ende abgehängt, aber das habe ich erwartet. Ich glaube jeder hat irgendwas und alles wurde von irgendwem mitgenommen. Ein Transkript und andere Dateien zum Talk finden sich auf der &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Agda_-_Mit_starken_Typen_abh%C3%A4ngen&quot;&gt;GPN-Wiki-Seite zum Talk&lt;/a&gt;; dort wird irgendwann auch ein Videomitschnitt auftauchen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Am Freitag habe ich mich auf den &lt;a href=&quot;http://info-beamer.org/&quot;&gt;Info-Beamer&lt;/a&gt; gestürzt, der dieses Jahr dank &lt;a href=&quot;http://dividuum.de/&quot;&gt;Dividuum&lt;/a&gt;’s Lua-Künsten mit eigenen informationsanzeigenden Code-Schnippseln ergänzt werden kann. &lt;a href=&quot;https://github.com/nomeata/info-beamer-wikicloud&quot;&gt;Das Resultat&lt;/a&gt; war eine Wortwolke die die GPN-Wikiseitentitel anzeigt und die Schriftgröße entsprechend der Aufrufhäufigkeit wählt, kürzlich aufgerufene Seiten waren zudem rot. Algorithmisch ist das gar nicht so einfach und ich hab tatsächlich auf der GPN &lt;a href=&quot;http://www.oocities.org/stockmeyer@sbcglobal.net/floorplan.pdf&quot;&gt;Forschungs-Papers&lt;/a&gt; dazu gelesen bzw. dies versucht, leider steht man ja außerhalb der Uni regelmäßig vor Paywalls die einem den Zugang zu den Papern verwehren (und zum Tunneln war ich dann doch zu faul). Kurz nach Mitternacht war die Wolke dann erstmal auf dem großen Beamer im Saal zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ansonsten habe ich den &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Linux_Networking_-_Ninja_Style&quot;&gt;Linux-Networking-Vortrag&lt;/a&gt; von sECuRE (Kurzfassung: „Packe mehrere VPN-Clients besser in eigene virtuelle Umgebung; das geht mit Linux-Namespaces auch effizient“) und die Geschichten von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/John_Draper&quot;&gt;John Draper&lt;/a&gt; (Kurzfassung: „Wir haben damals, vor langer Zeit, lustige Sachen mit dem Telefonnetz gemacht.“) gehört. Leider fiel daher der &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:systemd&quot;&gt;systemd&lt;/a&gt;-Vortrag für mich aus, ich freue mich auf den Video-Mitschnitt. Interessant ist auch &lt;a href=&quot;https://youarehero.net/&quot;&gt;youarehero.net&lt;/a&gt;, was von dessen Macherin in einem &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:You_are_HERO_-_Questdesign_im_Real_Life&quot;&gt;Vortrag&lt;/a&gt; vorgestellt wurde. Die Truppe hat großes vor, ich werde das im Auge behalten. Der exklusive GPN-Playtest lief soweit, viel Sinnvolles kam in der Zeit aber nicht zustande. Abends gabs bei den &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Gulaschbytes&quot;&gt;Gulaschbytes&lt;/a&gt; noch heiteres Bilderraten, dieses Jahr anscheinend deutlich schwerer als sonst.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Am Samstag habe ich mich noch spontan einer &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Gamejam&quot;&gt;Gamejam&lt;/a&gt;-Gruppe angeschlossen; wir haben dann ein Spiel erstellt, bei dem man die Intention der Mitspieler nicht direkt erkennt und nur aus dem Verhalten schließen kann wer mit und wer gegen einen spielt. Die letzten zwei Stunden vor der Gamejam-Deadline waren hektisch, aber es kam was spielbares dabei raus, für mehr Informationen zum Spiel sehe die &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Gamejam:Misplaced&quot;&gt;Wiki-Seite zu misplaced&lt;/a&gt;. Auch nach der Deadline wurden fleißig Bugs gefixt und Features wie ein Chat eingebaut.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Der &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Angriffe_auf_Wireless_Local_Area_Networks&quot;&gt;Wirless-Security-Vortrag&lt;/a&gt; von phrazer war sehr informativ, und es ist beunruhigend wie leicht es wohl ist, Nutzer von 802.1x-geschützen Netzen einen eigenen AP unterzuschieben und so ggf. sogar das Passwort mitzubekommen. Julian erzählte im Vortrag “&lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Eigentum,_Sex_und_die_Cloud&quot;&gt;Eigentum, Sex und die Cloud&lt;/a&gt;“ recht wenig zu Sex, dafür viel darüber wieso man heute mit weniger Eigentum leben kann und warum man das wollen könnte, wobei ich ihm in den meisten Punkten zustimme. Wie immer nett waren die &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Lightning_Talks&quot;&gt;Lightning Talks&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Heute, am letzten Tag, bin ich vor allem wegen dem &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN12:Introduction_to_Tahoe-LAFS&quot;&gt;Tahoe-LAFS-Vortrag&lt;/a&gt; nochmal zur HfG geradelt, aber der ist leider ausgefallen – schade!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ein &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/pages/201207_1.html&quot;&gt;paar Bilder&lt;/a&gt; habe ich auch geschossen. Alles in allem eine gut gelungenes langes Geek-Wochenende, und ich freu mich aufs nächste Jahr!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 10 Jun 2012 17:55:00 +0200</pubDate>
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    <title>Bildungssilo Uni?</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/528-Bildungssilo-Uni.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Eine ungeschickte Wort-Trennung in der letzten Ausgabe von Zeit Campus zeigt, dass die Uni seit dem Bologna-Prozess ein reines Bildungs-Silo ist, denn was erhält ein Student nach 10 Semestern büffeln: Ein &lt;strong&gt;Mast-erzeugnis&lt;/strong&gt;!&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:22:50 +0100</pubDate>
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    <title>RÜBE - T-Shirts für Veganer</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/526-RUEBE-T-Shirts-fuer-Veganer.html</link>
            <category>Deutsch</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Vor einiger Zeit war ich mit einem bekennenden Veganer unterwegs als  mir sein &lt;a href=&quot;http://www.puma.com/&quot;&gt;Puma&lt;/a&gt;-T-Shirt auffiel. Ich fand das ein wenig paradox, dass jemand, der jegliche tierische Produkte ablehnt, ein Puma-Kleidungsstück tragen sollte, und so entwarf ich ein geeigneteres, alternatives Design:&lt;/p&gt; 
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img height=&quot;268&quot; width=&quot;500&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/Ruebe.png&quot;/&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;Nun hätte ich euch gerne einen Link bereit gestellt, über den ihr das gleich als T-Shirt bestellen könnt. Sowohl &lt;a href=&quot;http://www.spreadshirt.de/&quot;&gt;spreadshirt&lt;/a&gt; als auch &lt;a href=&quot;http://www.shirtcity.com/&quot;&gt;shirtcity&lt;/a&gt; bieten das eigentlich an: Dort kann man eigene Motive hochladen und bekommt eine Provision pro verkauftem Shirt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Bei spreadshirt war das Hochladen der PDF-Datei kein Problem, und auch der automatische Qualitäts-Check, der zu dünne Linien breiter macht, machte einen guten Eindruck. Aber dann muss das Motiv noch durch eine rechtliche Prüfung, und da kam dann raus:&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt;Die oben aufgeführten Motive bzw. Produkte beinhalten geistiges Eigentum Dritter oder verstoßen mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte.
&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Ich hab nochmal nachgehakt und auf &lt;a href=&quot;http://www.spreadshirt.net/rock-n-roll-retro-bag-C4408A16029782&quot;&gt;andere&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.spreadshirt.net/green-t-pear-inc-C4408A7831067&quot;&gt;existierende&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.spreadshirt.net/fuck-you-1c-t-shirts-C4408A17234161&quot;&gt;Motive&lt;/a&gt; hingewiesen, die bekannte Logos parodieren, aber nichts zu machen:&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt;
Das Motiv wurde für die Verwendung auf dem Marktplatz nicht freigegeben, weil es tatsächlich einer bekannten Marke ähnelt. Wir versuchen natürlich, die Motive so weit wie es geht, freizugeben. Allerdings ist es in diesem Fall nicht möglich gewesen, weil wir direkt darüber informiert wurden, daß die Verwendung einer Parodie nicht möglich sein wird, nicht auf dem Marktplatz und nicht ohne einen drohenden Konflikt mit dem Rechteinhaber zu riskieren. Das würden wir allerdings gern vermeiden. Ich hoffe, dass Du das nachvollziehen kannst. &lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;
Bei shirtcity hatte ich erst ein anderes Problem: Die Webseite erlaubte den Upload nur im Adobe-Illustrator-Format (und einigen weiteren noch obskureren Formaten), aber in keinem einzigem freien und standardisiertem Format. Ich habe die Graphik mit &lt;a href=&quot;http://inkscape.org/&quot;&gt;Inkscape&lt;/a&gt; erstellt und keinen Illustrator zu Hand, aber ganz so leicht lass ich mich als Kunde nicht abwimmeln. Erst versuchte ich es mit einem Konvertierungsprogramm (&lt;a href=&quot;http://sk1project.org/modules.php?name=Products&amp;amp;product=uniconvertor&quot;&gt;uniconvertor&lt;/a&gt;), aber das Ergebnis hatte Fehler. Dann wandte ich mich an den Support und bekam erstmal nur eine Antwort, die bestätigte, was in meiner Frage stand, mir aber nicht weiterhalf:&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt;Die Vektor-Graphik-Formate die von unserem System angenommen werden sind:&lt;br /&gt;
.ai, &lt;br /&gt;
.cdr,&lt;br /&gt;
.fhx&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Ich erklärte mein Problem ausführlicher und erwähnte dass Illustrator selbst kein Problem haben solle, Formate wie PDF zu lesen, erfuhr aber wiederum nur:&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt;
Vielen Dank für Ihre Anfrage, aber wir nehmen nur die Angegeben Dateiformate an. Sie sollten eine Methode wählen die das hochladen im Shop möglich macht.
&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Das wurde mir dann zu dumm und ich nahm einfach die PDF-Datei, änderte die Dateiendung zu &lt;tt&gt;.ai&lt;/tt&gt;, damit die Webseite die Datei akzeptiert, und lud sie hoch. Und tatsächlich, kurz darauf erscheinte das Bild in meinem Profil.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich konnte das Motiv beschreiben und katalogisieren. Wenn ich es aber anklickte, um zu dem Teil des Shops zu kommen, in dem dann andere das Motiv bestellen könnten, landete ich stets nur wieder auf der Hauptseite. Als sich das auch nach ein paar Tagen nicht geändert hab, fragte ich mal nach, und erfuhr, dass nur ausgewählte Motive im Shop vertrieben werden – das hätte ich gewusst, bevor ich mir die Arbeit mache.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Also habe ich es mit den Shops sein lassen und stelle die &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/Ruebe.pdf&quot;&gt;PDF-Datei mit dem Rüben-Logo&lt;/a&gt; einfach hier auf meine Homepage, und wer damit sein T-Shirt oder sonst irgendwas bedrucken will, darf das gerne machen. Bei Bestellungen nur für sich müsste das auch über die genannten Webseiten gehen. Ich freu mich natürlich über Bilder der so entstandenen Werke oder zumindest ne kurze Mail.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ach, und wer denkt dass eine Rübe im Vergleich zu einem Puma nicht dynamisch genug ist, möge sich &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/Ruebe.avi&quot;&gt;dieses Video&lt;/a&gt; anschauen, das ich im Rahmen des Synfig-Workshops im &lt;a href=&quot;https://entropia.de/&quot;&gt;Entropia Karlsruhe&lt;/a&gt; erstellt habe.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 23 Oct 2011 22:29:17 +0200</pubDate>
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    <title>Video des Lambda-Kalkül-Vortrags online</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/522-Video-des-Lambda-Kalkuel-Vortrags-online.html</link>
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Gerade erhalte ich die Mail vom fleißigen &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN&quot;&gt;GPN&lt;/a&gt;-Team dass die &lt;a href=&quot;https://entropia.de/GPN11:Aufzeichnungen&quot;&gt;Vortragsmitschnitte&lt;/a&gt; der diesjährigen GPN jetzt heruntergeladen werden können, inklusive den &lt;a href=&quot;ftp://media.ccc.de/events/gpn11/gpn11-warum-wir-noch-mathematiker-brauchen.mkv&quot;&gt;48 Minuten Video&lt;/a&gt; (92MB) von meinem Vortrag über Church und sein Lambda-Kalkül. Das Audio ist in den ersten sechs Minuten kaput, und der Tafelanschrieb fast nicht zu entziffern (wobei das bei meiner Handschrift nicht unbedingt auf die Aufnahmequalität zu schieben ist).&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 01 Sep 2011 17:44:58 +0200</pubDate>
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    <title>Linux-Magazin-Programmierwettbewerb</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/489-Linux-Magazin-Programmierwettbewerb.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Mathe</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Der &lt;a href=&quot;http://wettbewerb.linux-magazin.de/&quot;&gt;Würfelspiel-Programmier-Wettbewerb&lt;/a&gt; des Linux-Magazins ist schon bald ein Jahr her. Inzwischen ist &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/wubbel-artikel.pdf&quot;&gt;ein Artikel&lt;/a&gt; (für hier auf A4 neu formatiert) von mir im &lt;a href=&quot;http://www.fsmi.uni-karlsruhe.de/Angebote/Publikationen/Eulenspiegel/&quot;&gt;Eulenspiegel&lt;/a&gt;, dem Magazin der Mathe- und Informatikfachschaft des KIT, erschienen, in dem ich Rebeccas und meine mathematische Herangehensweise and das Problem erläutere und unsere Implementierung vorstelle. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Code ist in gewissen Sinne am stärksten, da keine Strategie gegen unsere eine Gewinnwahrscheinlichkeit&amp;#160; &amp;gt;50% hat. Dass wir trotzdem nicht den Wettbewerb gewinnen war absehbar, da die Anzahl der gesamten Spiele entscheidend ist, man also um zu Gewinnen gegen die vielen nicht-optimalen Bots möglichst viele Siege herausholen muss – genaueres dazu im Text.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 22 May 2011 21:41:56 +0200</pubDate>
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    <title>Spaziergang nach Süden</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/484-Spaziergang-nach-Sueden.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Indien</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Heute war ein Feiertag. Nationale Feiertage werden in Indien wohl vier Wochen vorher von der Regierung ausgerufen, und uns Studenten dann drei Tage vorher mitgeteilt. Eigentlich wäre dies mein letzter Vorlesungstag gewesen, aber so hatte ich frei und nahm mir vor, einfach mal gen Süden zu gehen, schauen wie weit ich komme und was ich dabei entdecke.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110414113651.html&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; vspace=&quot;2&quot; hspace=&quot;2&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20110414113651_thumb.jpg&quot; align=&quot;right&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Ich machte mich also vom Market Gate des IIT auf durch Powai und dann die Straße über den Hügel nach Vikhroli. Aber statt dann der Straße wieder in die Ebene zu folgen, lief ich quer in das Viertel, das sich an diesen Osthang schmiegt. Ich glaube nicht dass sich oft Ausländer hier hin verirren, denn die Kinder waren alle hocherfreut und aufgeregt, und alle wollten das ich Bilder von ihnen mache. Ein paar hundert Meter weiter winkte mich dann ein junger Mann zu sich. Generell bin ich bei solchen am ehesten vorsichtig, aber Hallo sagen schadet ja nicht. Er wollte natürlich wissen wo ich hin will und als ich meinte, ich erkunde ziellos die Gegend, bot er mir an mich auf den Bergkamm zu führen, von wo ich nach Osten, nach Vikhroli und Ghatkopar, als auch nach Westen, in das noble und teuere &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Hiranandani_Gardens&quot;&gt;Hiranandani-Viertel&lt;/a&gt;, blicken und photographieren kann. Das lies ich mir nicht entgehen und so stapfte ich ihm hinterher durch immer kleinere Gassen zwischen den Gebäuden und zuletzt über ein paar Quadratmeter Müll auf den Hügel, und die Aussicht war in der Tat sehenswert.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110414115429.html&quot;&gt;&lt;img vspace=&quot;2&quot; hspace=&quot;2&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;left&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20110414115429_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wir befanden auf einer Straße die zu einem eingezäunten Helikopterlandeplatz führt, den wir leider nicht betreten dürfen. Es handelt sich dabei angeblich um den privaten Landeplatz von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Lakhumal_Hiranand_Hiranandani&quot;&gt;Mr. Hiranandani&lt;/a&gt;, der diese Gegend bebaut. Richtung Westen sah ich also Vikhroli, ein Viertel dass Nitesh, wie mein Guide heißt, ohne weitere Umschweife als „Slum“ bezeichnete. Ich selbst bin da eher vorsichtige, immerhin waren es alles gemauerte Häuser und es gab Stromzähler, aber nichts desto trotz war es ein starker Kontrast zu den Hiranandani-Apartment-Hochhäusern. Ich fragte Nitesh, wie teuer so eine Wohnung ist, und er meinte dass eine Zwei-Zimmer-Wohnung 80 Crore kosten würde. Das wären 13 Millionen Euro und doch mehr als ich glauben wollte, aber „viel“ stimmt sicherlich.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110414120705.html&quot;&gt;&lt;img vspace=&quot;2&quot; hspace=&quot;2&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20110414120705_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Beim Abstieg merkte Nitesh wohl dass ich auch von dem Slum (ich sag das jetzt einfach auch) Photos mache und begann eifrig mich auf Motive aufmerksam zu machen: Dort nochmal eine enge Gasse, da ein paar Hunde, hier ein Tempel.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich bekam Durst und wollte eine Pepsi kaufen. Der Laden, den Nitesh ansteuerte, hatte nur 7up, was mir auch recht war. Nitesh trank auch eine Flasche und bestand dann darauf, dass er zahle. Kurz darauf gingen wir auch noch in einen Saftladen und tranken, weil ich sagte dass ich keinen Zuckerrohrsaft mag, bestellte er etwas das entweder Karotte oder Rote Beete war. Auch hier lud er mich ein.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich fragte ich natürlich ein bisschen aus und fand heraus dass er eine verheiratete Schwester und einen älteren Bruder hat und einen Bachelor of Business gemacht hat. Ich fragte ihn auch ob er eine Freundin hat und, als er das bejahe, woher er sie kennt. Die Geschichte, die ich dann zu hören bekam, ist auf jeden Fall erzählenswert, auch wenn ich mir nicht in allen Details sicher bin dass ich ihn richtig verstanden hat:&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Er arbeitete einmal beim Vodafon-Callcenter und eine junge Frau rief an um ihren caller tune zu kündigen. Caller tune heißt dass ein Anrufer kein ödes Tüten hört, sondern irgendeine peppige aktuelle Musik – das gabs in Deutschland doch auch mal, oder? Er hat sie gefragt, warum sie dass denn nicht mehr wolle und sie hatte ihn angefahren was ihn das denn angehe. Das muss Eindruck gemacht haben, so dass er sich ihre Nummer notierte. Ein halbes Jahr später hat er sie dann nochmal angerufen und versucht anzubandeln, wobei sie wiederum abweisend war und forsch wissen wollte, woher er überhaupt ihre Nummer hat. Das hat er ihr zwar nicht gesagt, wohl aber was er sonst alles – dank dem Zugriff auf die Vodafon-Kundendatei – über sie weiß: Bisherige Wohnorte, Colleges etc.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Irgendwie hat das dann doch mit der Kontaktaufnahme geklappt und erst haben sie eine Weile per Internet und Telefon kommuniziert und Bilder ausgetauscht, später ist er dann zu ihr, in eine andere Stadt im gleichen Bundesstaat Maharashtra, gefahren um sie endlich mal in echt zu treffen. Dabei ist er eine Nacht geblieben, was er ausdrücklich erwähnte... Sie machte damals auch ihren Business-Bachelor, inzwischen aber ist sie zum weiterstudieren nach Mumbai gekommen und macht hier ihren Master. Nitesh meinte fast entschuldigend, dass seine „wirtschaftliche Situation“ es nicht zulässt, dass er auch weiterstudiert.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Seine Eltern kennen und mögen seine Freundin angeblich, was ich extra nachgefragt habe, weil in Indien diese oft das letzte (und nicht selten auch das erste) Wort in der Partnerwahl haben und deswegen Beziehungen gerne mal geheim gehalten werden (müssen).&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Als ich dann weiterzog gab ich ihm noch meine Telefonnummer und wir verabschiedeten uns kurz. Da ich weiß dass sich das einige meiner Leser fragen, und es ja durchaus auch anders hätte kommen können: Nein, er wollte kein Geld oder sonst irgend etwas. Ich gehe davon aus dass er an so etwas nicht einmal gedacht hat, sonst hätte er beim Verabschieden dafür zumindest einen Moment innegehalten, um mir die Chance zu geben, etwas anzubieten. Er wollte die Gelegenheit nutzen und sein Englisch einsetzen und verbessern, hatte er mir schon vorher erklärt, und sonst war er wohl einfach nur erfreut, einem Gast sein Viertel zeigen zu können und ihm ein guter Gastgeber und Führer zu sein. Es spricht nicht gerade für uns, wenn wir von solchem Verhalten überrascht sind.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich bin also alleine weitergezogen und steuerte die R-City-Mall in Ghatkopar an. Das ist ein großer schicker Kasten mit allerlei Mode und anderen Läden. Stände er in Karlsruhe, es hätte keinen gewundert. Ich muss davon ausgehen dass von den Bewohnern des gerade besichtigten Slums nur ganz wenige sie von innen gesehen haben. &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110414142209.html&quot;&gt;&lt;img vspace=&quot;2&quot; hspace=&quot;2&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20110414142209_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Außer natürlich die vielen billigen Arbeitskräfte, die so eine Mall am laufen halten, vom Wachmann der die Taschen kontrolliert über das Reinigungspersonal – welches hier zum Teil mit kleinen elektrischen Wisch-Geräten herumfährt, vermutlich nicht weil es schneller, besser oder billiger als von Hand ist, sondern weil es beim „Publikum“ besser ankommt – bis zu den Verkäufern. Hier aß ich im foot court zu Mittag und gönnte mir dann eine Fisch-Fußmassage: Ich setzte mich an den Rand eines Beckens, in das ich meine Füße hielt, und sofort machten sich einige Duzend sehr kleiner Fische daran, mir Schmutz, Schweiß und tote Haut von den Füßen zu knabbern. Ein herrlicher Spaß, den ich von 15 auf 30 Minuten verlängerte, und der mich 400 Rupien (knapp 7 Euro) kostete.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Danach setzte ich meinen Marsch fort, der vor allem die Rikscha-Fahrer irritierte, denn sie gingen ja zu recht davon aus, dass ich mir eigentlich eine Rikschafahrt leisten kann. Da die Hauptstraße langweilig und laut ist bog ich irgendwann einfach rechts in das Wohnviertel ab, was nach 500m in einer Sackgasse endete. Der nächste Weg dagegen ging weiter, und ich folgte ihm mit nur einem ungefähren Sinn für die Richtung. Im Zweifel ging ich aufwärts. Regelmäßig hatte ich Kindertrauben um mich, die mir die Hand geben wollen und „What’s your name?“ und „How are you?“ riefen. Als ich einer Gruppe von Cricket-spielenden Kindern ihren weggerollten Ball zurückwurf, wollten sie, dass ich zweimal den Ball dem Schläger zuwerfe („bowle“) und dann auch zweimal den Schläger schwinge. Einmal habe ich sogar getroffen und den Ball in die Decke, die diesen kleinen Platz überdachte, gepfeffert – ich verstehe zu wenig von Cricket um zu wissen ob es gut ist, einfach mit Kraft draufzuhauen, aber als Baseballspieler kam mir das durchaus richtig vor.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Es stellte sich heraus dass die Straße, der ich folgte, sich langsam nach Norden biegt und den Hang zurück nach Vikhroli führt. Als ich wieder in der Gegend war, in der mich Nitesh herumgeführt hat, entschloss ich nochmal den Berg zu besteigen und der Straße, die zum Hubschrauberplatz führt, zurück nach Powai zu folgen. Ich begann also, diesmal alleine, durch die engen Gassen und zwischen den Häusern durch den Hang zu erklimmern, bis ich plötzlich wieder Nitesh begegnete, der ganz schön überrascht war, mich nochmal zu sehen. Er meinte dann dass die Straße privat ist und man ihr nicht folgen kann, und dass er mich zum richtigen Weg führen will. Er ging aber zu seinem Motorrad und wollte mich wohl damit ein Stück mitnehmen. Ich bin bisher nur ein einziges mal auf einem Motorrad mitgefahren, das war 2006 in den USA, und damals hatte ich immerhin einen Helm. Aber ich wollte nicht unhöflich sein, wies ihn darauf hin dass er nicht schnell fahren muss, um mich zu beeindrucken, und setzte mich, ohne Helm oder Einweisung oder irgendwas, hinten drauf. War dann auch nicht all zu sehr aufregend, da wir keine Schnellstraßen befuhren, sondern nur aus dem Viertel raus und dann der Straße nach auf den Berg hoch, von wo ich dann zu Fuß zurück nach Powai gelaufen bin.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich ging noch bei meinem Barbier vorbei, um mich rasieren zu lassen und mir eine Kopfmassage (50 Rupien, also eine achtel Fischmassage...) zu gönnen, und schloss damit diesen Erkundungstrip ab.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 14 Apr 2011 17:20:28 +0200</pubDate>
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    <title>Familiengerechte Arbeitsbedingungen</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/480-Familiengerechte-Arbeitsbedingungen.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Indien</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Auch in Indien bin ich regelmäßiger, wenn auch stets etwas verspäteter Leser der ZEIT. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, gibt es in Deutschland gerade eine Debatte um Frauen in Top-Positionen in der Wirtschaft, möglichen Frauenquoten und dabei Streit zwischen unseren Bundesministerinnen. Ich will mich in die Diskussion auch gar nicht einschalten (da wäre ich wohl – wenn ich das richtig mitbekommen habe – auch der erste Mann), sondern lediglich eine Beobachtung mit euch teilen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Meine Vorlesungen hier am IIT Bombay finden im &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110228092430.html&quot;&gt;KReSIT-Gebäude&lt;/a&gt; statt, das ich also täglich mit dem Fahrrad ansteuere. Direkt gegenüber ist die Baustelle eines neuen Gebäudes (eine von vielen auf dem Campus). Auf dieser Baustelle arbeiten, neben einer Reihe von Männern, &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110228123257.html&quot;&gt;mehrere Frauen&lt;/a&gt;, meist im schicken Sari und darunter auch einige die bei uns wohl schon längst Rente beziehen würden, anscheinend völlig gleichberechtigt (oder sollte ich sagen gleichverpflichtet?) mit – da werden Steine geschleppt oder in archaisch aussehenden Schubkarren kutschiert, Kies geschaufelt, &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110228123228.html&quot;&gt;Bambusstäbe&lt;/a&gt; für die &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110102144051.html&quot;&gt;Gerüste&lt;/a&gt; getragen. So etwas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen, da waren die einzigen Frauen aufm Bau allenfalls Architekten oder Bauherrinnen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Um die Frauen herum, zwischen Gräben, Erd- und Schotterhaufen und schwerem Gerät, tollen dann &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110228105539.html&quot;&gt;die Kinder&lt;/a&gt; der Frauen herum, wobei die jüngsten wohl gerade erst das Laufen gelernt haben. Ich bin noch nicht so alt als dass ich nicht mehr wüsste was für grandiose Spielplätze Baustellen aus Kindersicht sind, aber aus heutiger Perspektive ist mir das nicht ganz geheuer. Aber diese Art von vorsorglicher Sicherheit wie wir sie in Deutschland kennen ist hier eher selten – seien es &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110220135945.html&quot;&gt;die steilen Felsen um den Ellora-Tempel herum&lt;/a&gt;, die ohne Geländer auskommen, seien es oben offene Wasserlöcher in den &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20110305123530.html&quot;&gt;Kanheri-Höhlen&lt;/a&gt;, bei denen ich mir nicht einmal sicher bin ob sie Ausgänge haben. Aber zurück zum Thema: So gesehen muss  eine indische Baustelle wohl als mustergültiges Beispiel für einen frauen- und familienfreundlichen Arbeitsplatz angesehen werden!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 05 Mar 2011 18:06:55 +0100</pubDate>
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    <title>Ein paar Beobachtungen aus Indien</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/464-Ein-paar-Beobachtungen-aus-Indien.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Indien</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Inzwischen bin ich über einen Monat in Mumbai, Indien. Die erste Euphorie – alles neu, alles anders, alles spanned – ist abgeklungen und man schaut etwas genauer hin. Hier ein paar Beobachtungen, bei denen Indien aus der Perspektive eines Europäers schlechter wegkommt:&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Umgangsformen&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Wir haben ja alle gelernt, schön brav „Guten Tag“, „Ja“ und „Danke“ zu sagen. Deswegen habe ich mir auch schön brav gemerkt, dass die Begrüßungsfloskel auf Hindi नमस्ते (Namastē) lautet, und auch शुक्रिया (Śukriyā) für Danke habe ich mir beibringen lassen. Leider habe ich das bisher nie im Alltag zu hören bekommen. Wenn ich in der Mensa sitze und vor mich hin futtere kommt es regelmäßig vor, dass ich von der Seite direkt mit „Which Country are you from?“ angesprochen werde. Nach „What department?“ (die beiden Fragen kommen immer) und vielleicht noch „B-tech or M-tech?“ (grob übersetzt: Vordiplom oder Hauptdiplom?) ist dann wieder Ruhe und mein Gesprächspartner steht plötzlich ohne ein Wort auf und geht. Bei einem Einkauf tauscht man Geld gegen Ware und geht – es gibt nicht einmal ein „Please come again“ wie es der indische Ladenbesitzer in der Serie „Die Simpons“ jedem Kunden hinterherruft. Die Rikscha-Fahrer, die zu manchen Zeiten nur gewisse Ziele ansteuern wollen, fahren ohne ein Wort davon, wenn man ein anderes Ziel nennt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Eine Deutsche, die schon ein halbes Jahr Indien hinter sich hat, meinte dass sie das ganz angehm findet, weil ja diese Umgangsformen bei uns meist nur Floskeln sind und nicht ehrlich gemeint, und sie hat da natürlich nicht unrecht. Ich finde es trotzdem noch gewöhnungsbedürftig.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Lautstärke&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Aus irgend einem Grund haben Inder eine andere Krach-Toleranzschwelle. Hier ist alles lauter als bei uns: Im Straßenverkehr wird unablässig gehupt, im Grunde jedes mal wenn jemand anfährt, anhält, sich einem anderen Fahrzeug, einer Kreuzung oder einem Menschen nähert, bremst, beschleunigt und in allen anderen Fällen die ich jetzt vergessen habe. Bei einer (sonst sehr beeindruckenden) Tanzshow am IIT war die Musik lauter als die Boxen es vertragen, so dass die hohen Töne nur noch verzerrt herauskamen. Einer der Professoren verwendet ein Mikrofon für eine Klasse mit 18 Studenten, auch wieder laut eingestellt, und keiner scheint sich an den ab und zu auftretenden Rückkopplungen zu stören. In der Mensa, der Blechtabletts und -tassen zum Einsatz kommen, werden diese vom Personal nach dem abtrocknen auf einen Haufen geworfen, so dass es dauernd scheppert, während die Stühle, die ihre Plastiknoppen an den Beinen verloren haben, laut quietschend über den Boden schrammen. Überhaupt scheint mir die Architektur generell so gestaltet zu sein, dass jeglicher Krach&amp;#160; nicht gedämpft, sondern verstärkt wird, etwa auch in einer Bowlingbahn, wo man sich nicht mehr unterhalten konnte.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Dagegen ist Deutschland eine Oase der Ruhe, und ich werde das sicher genießen wenn ich wieder zurück bin.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Schlange stehen&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Die Engländer haben zwar etwa 200 Jahre in Indien geherrscht, aber die britsche Schlangestehen-Mentalität haben sie nicht installieren können. Und so denkt jeder nur an sich, wenn es darum geht, irgendwo rein-, raus- oder ranzukommen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Bei der oben erwähnten Tanzschau („Annual In-sync Dance Show“, kurz AIDS – hat sich bei dem Akronym jemand etwas gedacht?) bildete sich vor der Eingangstür eine große, aufgeregte, drückende und rufende Menschentraube. Als dann die Tür aufgemacht wurde, drückten und schoben alle als wären sie die letzten auf der Titanic. Eine Glasscheibe der Tür ist, wenn ich es richtig mitbekommen habe, dabei zu Bruch gegangen. Ich habe mich beim Drücken zurückgehalten und kam als einer der letzten durch die Tür, obwohl ich länger  als die meisten gewartet habe. Aber als ich dann in den Saal ging und einen Platz gesucht habe, konnte ich mich in die zweite Reihe setzen – der Saal war nicht mal voll.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Auch im Straßenverkehr ist das zu beobachten. Eine Rikscha versucht ständig links oder rechts an anderen Fahrzeugen vorbeizukommen, hupt, drängelt, überholt. Trotzdem war nach fünf Minuten stressiger Fahrt plötzlich wieder der gleiche Kleinlaster neben uns. Wären alle in ihrer Spur (heh, „Spur“. Netter deutscher Gedanke) geblieben wäre auch keiner später angekommen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Bei Bussen und Bahnen ist es ähnlich, alles drückt sich gleichzeitig rein und raus. Hier kann man es allerdings nachvollziehen: Die Züge sind manchmal wirklich so voll, dass nicht alle reinpassen, und sie halten nur sehr kurz, so dass man sich beeilen muss. Trotzdem glaube ich dass „Erst ausstiegen lassen, dann einsteigen“ auch hier schneller wäre.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Englisch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt; Dieser Punkt fällt ein bisschen aus der Reihe, weil es nur ein Problem für sprachunbegabte Ausländer wie mich ist. Man hört und liest zwar vor der Reise nach Indien, dass hier jeder Englisch spricht und man damit problemlos durchkommt. Das stimmt soweit auch, aber man sollte nicht denken dass man deswegen auch versteht was Inder untereinander sprechen – hier ist Hindi oder eine der anderen indischen Sprachen die Regel. Für mich ist das schade, weil ich einfach weniger mitbekomme was die Menschen hier beschäftigt und ich mich nicht in Gespräche einklinken kann. Auch werden fast alle indischen Filme hier auf Hindi gezeigt, also wieder keine Möglichkeit für mich hier am Alltag teilzunehmen. Und wenn man in etwas ärmere Gegenden geht, was ich bewusst versuche, etwa um sich Rasieren zu lassen oder sich eine Hose schneidern zu lassen, reicht das Englisch der Menschen dort vielleicht gerade noch für das Geschäftliche, aber schon für Feinheiten beim Hostenbestellen langt es nicht mehr, geschweige denn für einen echten Gedankenaustausch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war in Ghana anders: Dort gibt es wohl keine ähnlich vorherschende lokale Sprache wie Hindi hier und man war mit Englisch gut dabei. Natürlich ist es nicht erstrebeswert wenn ein Volk (naja, eine Nation) eine fremde Sprache verwenden muss – für mich wärs geschickt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Es gäbe noch mehr zu erzählen, etwa dass es keinen stört dass die Studenten in der Mensa das Essen erstmal befingern, bevor sie sich für ein Stück Frucht, Gurke oder Samosa (Teigtaschen) entscheiden, aber es muss ja auch mal wieder Schluss sein mit Jammern. Und es gibt natürlich auch sehr gute Seiten, etwa die ausgesprochene Hilfsbereitschaft, die an dieser Stelle nicht zur Sprache kamen.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 29 Jan 2011 08:21:40 +0100</pubDate>
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    <title>Campusregeln</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/459-Campusregeln.html</link>
            <category>Deutsch</category>
            <category>Indien</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Gerade kam (erneut) eine e-Mail, die uns an die Regeln auf dem Campus erinnern soll. Ich zitiere:&lt;/p&gt; 
&lt;blockquote&gt;5. While free movement of students of IIT Bombay is not restricted by
curfews, any abuse of such freedom by way of sexual misconduct or public
acts of kissing or indecent exposure will be construed as public
indecency and is subject to punishment or/and fine thereof.&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Zu deutsch in etwa „Obwohl die Freizügigkeit der Studenten des IIT Bombay nicht durch Ausgangssperren eingeschränkt ist wird jeder Mißbrauch dieser Freiheit durch sexuelles Fehlverhalten, öffentliches Küssen oder unanständie Enthüllung als öffentliche Unanständigkeit ausgelegt und entsprechend bestraft und/oder mit Bußgeld belegt.“ Und ich muss davon ausgehen dass andere Schulen im Lande nochmal strenger sind.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich frage mich bei solchen und ähnlichen Regeln, etwa nach zehn Uhr keine Jungs im Mädchenhostel und andersrum, ob die Universität wirklich glaubt, dass das nötig ist, denn eigentlich sind das hier doch alles erwachsene Menschen. Ich vermute dass es auch und nicht zuletzt darum geht, die Eltern zu beruhigen, die sonst ihre Kinder vielleicht nicht auf diese Uni lassen würden.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 18 Jan 2011 07:27:22 +0100</pubDate>
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    <title>Mein Alltag in Indien</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/458-Mein-Alltag-in-Indien.html</link>
            <category>Deutsch</category>
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Ich bin bald schon drei Wochen als Gaststudent am IIT Bombay in Mumbai, Indien und habe mich ganz gut eingelebt. Eine andere Gaststudentin, selbst Inderin, hat mich als bereits 93 % indisch bezeichnet… Aber bevor wirklich alltägliche Routine einkehrt berichte ich lieber mal, wie hier eine typische Tag für mich abläuft.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20101231124139.html&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20101231124139_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Meine Uhr weckt mich piepsend um 8:15 (Indian Standard Time, in Deutschland ist es dann noch dreiviertel vier in der Nacht), außer Dienstag, da gehts eine Stunde früher los. Zum Frühstück geht es in die Mensa („mess“), die hier dem Wohnheim („hostel“) angegliedert ist, also entweder vier Stockwerke runter, aus dem B-Block raus, in den B-Block rein, dort in den Keller und von da dann zur Mensa, deren Dach aus der der Zufahrtsstraße besteht, wie man vom Fenster meines Flures aus gut erkennt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Das Frühstück besteht entweder aus indischem Essen, also vegetarisch und nicht süß, oder vier Scheiben Toastbrot mit immer der gleichen einen Marmelade, Butter und zwei Bananen. Ich habe zwar nichts gegen das indische Essen, aber Frühstück muss bei mir süß sein, also bleibts für mich beim Toast. Dazu gibt es Chai-Tee, also Tee, bei dem Milch und Zucker gleich mitgekocht werden – durchaus lecker.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Anschließend geht es nochmal aufs Zimmer zum Zähne putzen (mit Wasser aus der Flasche) und Rucksack packen. Der Campus ist recht groß und mein Wohnheim am äußersten Ende, so dass ich zum Informatik-Gebäude mit meinem gebrauchten Hercules-Fahrrad, ohne Gangschaltung, fahre, das ich für 2000 ₹ (35 €) auf dem Campus erworben habe. Ich bin noch ein bisschen feilsch-faul so dass ich hier vermutlich mehr gezahlt habe als nötig. Da man hier nicht mit kurzen Hosen herumläuft, habe ich mir bei einem Schneider mit 2 m²-Verschlag eine Hose nähen lassen. Auch hier habe ich nicht gefeilscht, aber bei 550 ₹ inklusive Stoff schien mir das auch nicht nötig.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Die Vorlesungen vormittags, von denen ich zwei habe, dauern eine Stunde und finden dreimal die Woche statt, nachmittags, hier habe ich eine Vorlesung, sind es 90 Minuten, dafür zweimal die Woche, also ganz wie bei uns. Auch sonst ist der Unterschied bisher nicht gravierend – manche Professoren benutzen die Tafel, mache haben Folien. Manchmal gibt es Material zur Vorlesungen, manchmal nur das, was man selbst mitschreibt und ein genereller Verweis auf ein Buch zum Thema. Die Studenten beteiligen sich auch hier ein bisschen an den Vorlesungen, etwa mit Fragen, und auch hier scheinen die Professoren das zu begrüßen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Allerdings scheinen sich hier die Professoren, mehr als in Deutschland, für ihre Studenten verantwortlich zu fühlen. Das hat zweierlei Folgen. Zum einen gibt es öfter mal kurze Tests („quizzes“), manchmal sogar unangekündigt, Übungsaufgaben für zu Hause („assignments“) und pro Semester zwei Prüfungen („mid term“ und „end term“). Andere Professoren überprüfen die Anwesenheit der Studenten und machen einen bestimmten Anteil, etwa 80 oder 90 Prozent, zur Bedingung für das Bestehen des Kurses – das machen meine zum Glück nicht. So stellen sie sicher dass man gar nicht drum herum kommt, sich mit dem Stoff zu beschäftigen. In Deutschland gibt es zwar auch Übungsaufgaben, aber die sind nicht immer verpflichtend und wer sich abhängen lässt, ist auf sich allein gestellt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Zum anderen sind die Professoren hier sehr erreichbar und engagiert. Einer hat seine Sprechstundenzeiten als 24/7 angegeben und uns seine Handy-Telefonnummer gegeben. Der Dekan der Fakultät nimmt sich einmal die Woche Zeit für mich (einen Gaststudenten, der nicht mal hier einen Abschluss machen wird), damit ich eine Vorlesung, die eigentlich im Herbst angeboten wird, als „self-study course“ machen kann. Das heißt dass ich mich alleine in das Zeug einlese und dann einmal pro Woche eine Art Seminarvortrag halte, über den dann Diskutiert wird. Auch wurde mir erzählt dass Prüfungstermine durchaus mal für 40 Studenten auf Samstag in der früh verschoben werden, weil ein oder zwei Studenten am geplanten Termin nicht können.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Zwischen den beiden vormittäglichen Vorlesungen habe ich eine Stunde frei. In dieser Zeit setze ich mich auf eine Bank vor dem Gebäude, trinke ein, zwei oder auch drei Tässchen (naja, Pappbecherchen) Chai-Tee für jeweils 6 ₹ (10 ¢) und lese die Zeit, dessen Abo ich mir hierher schicken lasse, oder ein Buch. Montags spaziere ich zum Postamt und schicke eine Postkarte an meine Freundin, von denen bisher keine einzige angekommen ist.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20101229131808.html&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20101229131808_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Mittags geht es dann wieder zurück in meinen hostel, um in der Mensa Mittag zu essen. Das sieht dann meist wie auf dem Bild rechts aus: Reis mit zweierlei vegetarischen Soßen und Fladenbrot, Gurken und etwas aus Jogurt oder Milch, was manchmal sauer und manchmal süß ist. Die Soßen wechseln täglich, sehen aber fast gleich aus, so dass es jeden Tag eine Überraschung ist, wie sie schmecken und ob sie zu scharf sind. Letzteres ist die Ausnahme, wenn man nicht sich nicht gerade beim Schild „spicy food“ bedient. Das Brot reiße ich in kleiner Stücke, mit denen ich dann den mit Soße versetzten Reis aufnehme und esse. Allerdings reicht das Brot selten für den ganzen Reis, so dass ich den Rest mit dem Löffel esse. Messer oder Gabel gibt es nicht und brauche ich auch nicht.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Das Abendessen, von halb acht bis halb zehn, läuft genau so ab. Dazwischen gibt es von halb fünf bis sechs Uhr noch „tiffin“, eine auch meist salzige Zwischenmahlzeit, oft mit Teig in frittierter und gefüllter Form, zu der es wieder unbegrenzt Chai-Tee gibt . Bei jeder Mahlzeit laufe ich an einem großen Ständer vorbei, in dem für jeden Bewohner ein Karte steckt. Diese gebe ich ab und bekomme dafür das Tablett, dass ich dann selbst befülle und nach dem Essen auf einen Stapel stelle. Bezahlt wurde die Mensa im voraus und es werden alle Mahlzeiten berechnet, auch wenn ich nicht erscheine – die Karte dient nur dazu zu vermeiden, dass Gäste kostenlos oder Bewohner mehrfach essen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ab elf Uhr abends gibt es dann die “night cantine” mit leckerem indischen und chinesischem Essen á la carte, frisch gepressten Säften und ähnlichem. Leider hat mich meine Arbeitslast noch nicht dazu gebracht, regelmäßig so lange aufzubleiben, um davon Gebrauch machen zu können.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/pages/201102_1.html&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20110105171514_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Je nach Wochentag schaue ich und die anderen deutschen Austauschstudenten noch bei der Deutschklasse vorbei, in der eine deutsche Lehrerin ein paar Studenten beibringt, wann es der, dem, die oder das heißt, und assistiere ein wenig. An anderen Tagen lasse ich mich in einem winzigen Barbiersalon in einer kleinen Gasse rasieren. Ich habe zwar mein Rasierapperat dabei, aber das ist eine gute Gelegenheit aus dem Campus herauszukommen und mit „normalen“ Indern ins Gespräch zu kommen – auch wenn das nicht sehr gut klappt, da dort Englisch oft nicht gut gesprochen wird. Und es ist recht entspannend, sich eine knappe halbe Stunde lang in einen Stuhl zu hocken und nichts tun zu müssen. Der Spaß kostet mich lediglich 25 ₹ (40 ¢). Auf dem Rückweg esse ich vielleicht noch eine der leckeren indischen Süßspeißen, ein wohl frittiertes Teigbällchen, für 6 ₹ in einer kleinen Bude am Straßenrand, oder ich nehme mir einen Packen Wasser in Flaschen mit – es gibt zwar Wasseraufbereitungsgeräte im Wohnheim, aber hier gehe ich noch auf Nummer sicher.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/images/20101231122340.html&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/thumbs/20101231122340_thumb.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wenn wir noch etwas unternehmen, etwa in einer der Filialen amerikanischer Pizzaketten essen zu gehen, wie es die Inderin in unserer Gruppe so gerne macht, fahren wir meist mit einer Auto-Rickshaw in das ebenfalls an den Campus angrenzende Viertel Hirandandani Gardens. So eine Fahrt kostet 10 bis 20 ₹ und ist damit billiger als viele weniger aufregende Achterbahnen in Deutschland. Das Viertel selbst ist eine gehobenere Gegend, in der man für Pizza oder Klamotten auch nicht wesentlich weniger ausgeben muss als in Deutschland. Ein schönes Leinenhemd hat mich dabei 600 ₹ gekostet, leider ist es gleich bei der ersten Wäsche eingegangen. Apropos Wäsche: Diese packe ich in einen Eimer, trage ihn in den Erdgeschoss, gebe sie beim Wäscher ab, der sie für 10 ₹ in einer seiner Maschinen wäscht und trocknet, und auch für wenige Rupien bügeln würde, und das an sieben Tage die Woche. Meist ist sie am gleichen Tag noch fertig, deswegen gibt es von mir stets 2 ₹ extra – ich hoffe das freut ihn.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Es ist nicht jede Dienstleistung derart billig. Ich hatte gehofft, mich hier günstig Massieren zu lassen, um meinem Rücken etwas gutes zu tun (der weder das harte Bett noch den unergonomischen Stuhl in meinem Zimmer besonders gut verträgt). Also bin ich eines Tages mal in ein sogenanntes „spa“ gelaufen und habe gefragt, was ich denn für eine Rückenmassage zu zahlen hätte. Der genannte Preis von 2000 ₹ für eine halbe Stunde war keineswegs was ich mir erhofft habe, das zahlt man ja in Deutschland, soweit ich weiß, nicht mehr. Aber ich wollte mir ein bisschen Luxus gönnen und stimmte zu. Ich wurde in einen anderen Raum geführt, in dem neben zwei Frisörstühlen noch eine mit Leder bezogene Liege stand. Die Masseurin fragte dann, ob ich lieber in einem anderen Raum massiert werden möchte – „more privacy“ – müsste dafür aber 3000 ₹ zahlen. Das war es mir absolut nicht wert und es stört mich ja nicht, wenn da noch andere Leute durchlaufen; es brauchte aber eine Weile bis die Masseurin das verstand. Die Massage selbst wäre vielleicht ganz ok gewesen, wenn das ein richtiger Massagetisch mit einem Loch für den Kopf wäre, aber statt dessen war da ein fest angebrachtes Leder-„Kissen“, so dass ich entweder auf dem Mund lag oder meinen Hals verdrehen musste – alles in allem war das ganze ein rechter Reinfall. Aber das gehört natürlich dazu. Und ich hätte wohl nach dem „menu“, also einer Angebotstafel mit Preisen, fragen sollen, denn der Preis liegt deutlich über dem üblichen, per Internet recherchierten Niveau von ~1000 ₹ für eine solche Massage.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Mir wurde empfohlen mal beim Barbier eine Kopfmassage machen zu lassen. Die ist mit 50 ₹ günstig und sei sehr effektiv (wenn auch ziemlich roh). Letzten Sonntag wollte ich das, bekam aber wegen einem Missverständnisses eine Gesichtsmassage, die aber durchaus auch entspannend war. Und vielleicht gibt es ja auch bezahlbare, gute Massagen…&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ganz teuer wird es wenn man tanzen gehen möchte (was bei mir jetzt nicht zwingend der Fall ist). Dazu muss man meist in Hotels mit gehobenem Niveau gehen, zahlt 1000 ₹ oder mehr für den Eintritt (bekommt dafür aber auch Verzehrcoupons) und löhnt dann 350 ₹ für ein Bier. Gestern haben das ein paar aus unserer Gruppe mal probiert, ich bin wegen eines verstimmten Darms zu hause geblieben und habe das auch nicht bereut. Interessant ist dass man in viele solcher Clubs nur als Pärchen reinkommt oder als Single deutlich mehr eintritt bezahlt. In Deutschland geht man ja insbesondere feiern, um Leute kennen zu lernen, hier muss man Leute kennen lernen um feiern zu gehen…&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Vor dem Wohnheim ist ein Badminton-Feld aufgebaut und von fünf Uhr abends bis Mitternacht spielt eigentlich immer jemand, so dass ich regelmäßig dazustoße und ein paar Spiele mitspiele. Einem richtigen „club“, etwa für Basketball wie ich es mal vorhatte, brauche ich daher nicht beitreten um ein wenig Sport machen zu können.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Abends endet der Tag meist mit einer Videokonferenz mit meiner Freundin, bis dann um Punkt Mitternacht die Verbindung von den Wohnheimszimmern ins Internet gekappt wird, ich mich noch dusche (mit kaltem Wasser, warmes gibt es nur an einem Wasserhahn, mit dem man sich einen Eimer füllen und diesen mitnehmen kann – dafür bin ich zu faul) und mich auf der recht harten Mattratze schlafen lege.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 16 Jan 2011 17:25:12 +0100</pubDate>
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    <title>Erste Eindrücke aus Indien</title>
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            <category>Deutsch</category>
            <category>Indien</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Ich habe jetzt meinen zweiten Tag in Mumbai hinter mir und lebe noch. Statt eines chronologischen Berichts will ich hier lieber meine Eindrücke in mehr oder weniger ungeordneter Form festhalten.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Wetter&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Warm, so dass man auch ohne viel Bewegung etwas ins Schwitzen kommt, aber durchaus noch angenehm. Wird bis Mai leider nicht so bleiben.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Essen&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Überwiegend lecker. Ich weiß zwar nicht, was ich da esse – irgend eine Pampe aus Gemüse mit Reis oder Hülsenfrüchten meist – aber es schmeckt gut. Ich würde sagen dass ein einem indischen Gericht mehr verschiedene Geschmäcker gleichzeitig zu finden sind, deutsche Speisen sind da einseitiger.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Wohnheim&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;Leider nicht so modern wie die Architektur von außen vermuten lässt. Zimmer recht schäbig mit kleinem Tisch, Blechschrank, Bett mit harter Matratze (wobei die Nacht eigentlich gut war, vielleicht macht das gar nichts), keine Rolländen und auch keine Klima-Anlage – aber immerhin ein Ventilator. Gut ist die Ausstattung in den Gemeinschaftsräumen: Kicker, Billard, Scrabbel-, Schach- und Carromtische, Fernseher (meist mit Cricket), Kraftraum. Auch alles recht gut in Schuss, in meinem Karlsruher Wohnheim wäre das anders...&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Der Blick von der Terrasse auf Lake Powai ist schön, und als ich gestern morgen den als erstes erkundet habe sind prompt zwei Papageien (oder sonstige blaue Vögel) an mir vorbeigeflogen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Der Internet-Zugang ist recht eingeschränkt, eigentlich geht nur Surfen über einen Proxy, was mir eigentlich nicht genügt, da ich meine e-Mails über IMAP abrufe, viel per SSH arbeite und noch andere Protokolle benutze. Man kann die Sperre zwar durchbrechen (ein SSH- oder OpenVPN-Server auf Port 443 ist geschickt), aber trotzdem etwas nervig. Und gerade als ich diese Zeilen schreibe, um Punkt 0:00, ist die Verbindung weg... das wird wohl kein Zufall sein. Diesen Eintrag bekommt Ihr also erst morgen zu lesen.&lt;/p&gt; 
&lt;h3&gt;Außerhalb des Campus&lt;/h3&gt; 
&lt;p&gt;sind rechts eher teurere Läden und Einkaufsgalerien und links ein Viertel, das zwar kein Slum ist, aber definitiv ärmer. In letzterem habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Rasur machen lassen – für 25₹ (40¢). Der Preis, so habe ich vorher erfahren, ist der „normale“, ohne etwaigen Ausländeraufschlag. Bei der Banane für 5₹ hätte ich wohl feilschen sollen, dafür gibt es sonst 6 oder mehr Bananen...&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;(PS: Falls ihr das Rupien-Zeichen (₹) nicht sehen könnt, nicht wundern, das kann ich auch nicht. Das Symbol ist neu und wird noch nicht von üblichen Computerschriftarten unterstützt. In ein paar Jahren wird das dann richtig zu lesen sein.)&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 30 Dec 2010 06:08:00 +0100</pubDate>
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    <title>Kit-Card-Poster in der Mensa</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/417-Kit-Card-Poster-in-der-Mensa.html</link>
            <category>Deutsch</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Jemand&lt;/em&gt; hat wohl wieder ein satirisches Poster &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/pages/201008_1.html&quot;&gt;in der Mensa aufgehängt&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt; 
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img width=&quot;700&quot; height=&quot;525&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/bilder/previews/20100712124711_preview.jpg&quot; /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;Für die externen: Bisher haben Studenten an der Uni-Karlsruhe eine „Fricard“. Da die Uni jetzt aber KIT heißt und schwer elite ist, muss natürlich eine neue Karte her, die KIT-Card. Dass die ähnlich eines Schokoriegels klingt, ist wohl nicht bedacht worden. Das erinnert an ein &lt;a href=&quot;http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/294-Satirisches-Poster-in-der-Mensa.html&quot;&gt;ähnliches Poster vor zwei Jahren zum Thema Mensa-Nachtisch&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 13 Jul 2010 09:40:10 +0200</pubDate>
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    <title>Ein Kulanz-Geschenk...</title>
    <link>http://www.joachim-breitner.de/blog/archives/393-Ein-Kulanz-Geschenk....html</link>
            <category>Deutsch</category>
    
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    <author>mail@joachim-breitner.de (nomeata)</author>
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    &lt;p&gt;Ich bin seit einigen Jahren Abonnent der Wochenzeitung „&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/&quot;&gt;Die Zeit&lt;/a&gt;“. Da gerade wieder die Abo-Verlängerung anstand, habe ich mich auf &lt;a href=&quot;http://www.zeitabo.de/&quot;&gt;zeitabo.de&lt;/a&gt; umgesehen und ein paar nette Geschenke für Neu-Abonnenten entdeckt. Insbesondere den USB-Stick aus Echtholz fand ich ästhetisch interessant (auch wenn 4GB nicht mehr der Stand der Technik bei USB-Sticks ist).&lt;/p&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img width=&quot;282&quot; height=&quot;200&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/zeit-usbstick-1.png&quot; /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;Ich schrieb also eine e-Mail an die Abo-Verwaltung (was wegen der Studienbescheinigung eh nötig war) und fragte, ob man auch als Weiter-Abonnent an ein solches Geschenk kommen könne. Dies wurde erst verneint, dann aber in einer zweiten e-Mail „aus Kulanz“ ermöglicht und ich solle doch meinen Geschenkwunsch äußern. Ich antwortete: „Vielen Dank für das Entgegenkommen. Ich würde mich freuen, den Holz-USB-Stick zu erhalten.“&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Heute lag ein Päkchen vor meiner Tür mit einem USB-Stick. Allerdings musste ich sehr zu meiner Enttäuschung feststellen, dass es keinen edlen Holz-USB-Stick, sondern einen nicht besonders schicken Plastik-USB-Stick enthielt:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img width=&quot;282&quot; height=&quot;200&quot; src=&quot;http://www.joachim-breitner.de/various/zeit-usbstick-2.jpg&quot; /&gt;&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;Dazu auch noch, wie man auf dem Bild sieht, ein mit 256MB fast unbrauchbar Kleiner. Da es ja nur ein „Kulanz-Geschenk“ ist, kann ich micht eigentlich nicht beschweren. Aber irgenwie habe ich schon den Eindruck, dass das kein Zufall ist... vorlaute Weiter-Abonnenten sind wohl nicht erwünscht.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 07 Apr 2010 00:15:55 +0200</pubDate>
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